Digitaler Nomade?! Tipps, was Du beim ortsunabhängigen Arbeiten beachten musst

Arbeiten, wo andere Urlaub machen? Diese weitverbreitete Traumvorstellung nach Unabhängigkeit und Flexibilität machen sich viele digitale Nomaden zur Wirklichkeit. Besonders die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass es viel leichter und einfacher möglich ist, als viele zuvor gedacht haben. Lediglich der Mut, dieses auszuprobieren, liegt in der eigenen Hand. Du bist zwar noch kein digitaler Nomade, willst es aber werden? Dann macht es als ersten Step auf jeden Fall Sinn, sich um folgende Punkte Gedanken zu machen und sich drum zu kümmern.

1. Bestimmung des richtigen Zeitpunktes

Umbruchssituationen wie das Beenden des Studiums, ein auslaufender Arbeitsvertrag oder ein generelle neue Lebenssituation bieten sich perfekt an, diesen neuen Lebensabschnitt des ortsunabhängigen Arbeitens möglich zu machen. Besonders der Zeitpunkt zwischen zwei Projekten kann sich als optimaler Start entpuppen. So hast Du die Gelegenheit, dich auf die neue Situation einzustellen und Deinen Berufsalltag neu zu strukturieren.



2. Auswahl des passenden Landes

In welchem Land lässt es sich ortsunabhängig arbeiten? Theoretisch sind hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Erstmal solltest Du für dich festlegen, welche Aspekte dir bei deinem Aufenthalt wichtig sind: Sprache, Klima, Region, Zeitumstellung, kulturelle Aspekte, Budget & Lebensunterhaltungskosten, etc. … Wenn Du für dich eine passende Region, Land oder Stadt entschieden hast, dann muss du dich um die Rahmenbedingungen informieren. Wo gibt es dort gutes und stabiles Internet? Welche Voraussetzungen bringen eine Arbeitserlaubnis mit sich (Arbeitgeber, Arbeitsvisum, Versicherung, etc.)? Benötige ich eine Bürgschaft oder ein Nachweis über ein bestimmtes Einkommen, wenn ich längere Zeit dort bin? Ob und wie viel Steuern muss ich als digitaler Nomade zahlen? All diese Fragen, müssen ortsspezifisch geklärt werden, damit einem entspannten und effektiven Arbeiten nichts im Wege steht und im Nachhinein keine bösen Überraschungen auf Dich warten.



3. Vorbereitung der Unterlagen

Prüfung der Aktualität der Pässe ist natürlich der erste Check. Außerdem solltest du checken, welche Versicherungen sinnvoll sind und was sie umfassen. Besonders in den unsicheren Corona-Zeiten sind kurzfristige Abbrüche leider keine Seltenheit, weswegen eine Reiseabbruchsversicherung in jedem Fall Sinn macht, damit man nicht auf entstandenen Kosten sitzenbleiben muss und auf der sicheren Seite ist. Prüfe, ob für dein gewähltes Ziel Visa nötig sind und kümmere Dich frühzeitig drum (eventuell sind Nachweise und Qualifikationen nötig (checke hierfür die Internetseiten der Konsulate).

Falls Du nur temporär im Ausland arbeiten möchtest, macht es Sinn, seine fixen Kosten Zuhause so weit wie möglich zu minimieren. Kann ich meine Wohnung untervermieten? Brauche ich mein Auto noch? So lässt sich eine Menge Geld sparen, die Du in deinem Zielland mit Sicherheit für bessere Dinge und Erlebnisse ausgeben kannst.



4. Absicherung

Egal ob angestellt oder selbstständig: informiere dich und sichere dich ab! Prüfe deine Versicherungen, bevor Du ins digitale Nomadentum startest. Deine Sozialversicherung und Altersvorsorge solltest du ebenfalls im Blick haben, selbst wenn Du dich noch am Anfang deines Arbeitslebens befindest.


Informiere Dich ausgiebig, was es in deinem Unternehmen für Bestimmungen hinsichtlich des Datenschutzes, Arbeitsschutzes und Arbeitszeitnachweise gibt. Auch technische Aspekte wie die ausreichenden Arbeitsmaterialien sowie den weltweiten Zugang zu benötigten Servern muss beachtet werden.

Und habe immer einen gewissen Puffer auf der hohen Kante, mit dem du unplanmäßige Kosten wie z.B. einen Krankenhausaufenthalt oder einen Reiseabbruch finanzieren kannst.



5. Soziale Kontakte aufbauen

Was viele globale Nomaden zunächst unterschätzen: Wie einsam man sich unter Menschen fühlen kann. Wichtig ist, dass du offen dafür bist, neue Menschen kennenzulernen. Egal ob im privaten oder im beruflichen Kontext, die Freiheit remote Arbeiten zu können, kann auch sehr einsam machen, da man viele Zeit alleine ist oder Bekanntschaften meist nicht von langer Dauer sind. Über soziale Plattformen wie Facebook, Bumble oder sogar Tinder kannst Du schnell Gleichgesinnte finden, mit denen Du dich aufgrund der gemeinsamen Situation schneller als gewohnt vertraut fühlen wirst. Neben den CoWorking-Spaces sind vor allem auch CoLiving-Spaces, wie das Homeoffice Madeira, ein idealer Anhaltspunkt, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen.

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