Konventionelle Touri-Highlights und unsere (deutlich schöneren) Alternativen

Die Lavapools in Porto Moniz

Porto Moniz befindet sich im Nordwesten der Insel. Der kleine Ort verfügt über einen Hafen, von dem aus früher Walfang und Fischerei betrieben wurde - heute ist Tourismus und Weinbau die Haupteinnahmequelle dieser Region. Bekannt ist Porto Moniz für die natürlich entstandenen Badebassins im Vulkangestein. Die unterschiedlichen Becken aus Vulkangestein werden durch den natürlichen Wellengang mit Meerwasser gefüllt, sodass sich ständig frisches und klares Wasser in den Becken befindet.

In den letzten Jahren wurde diese kleine Ortschaft kommerziell sehr ausgebaut, sodass an Tagen mit gutem Wetter sich die Touristen dort nur so tummeln, um das beste Bild von den Lavapools zu schießen oder eine freie Stelle an oder in den Lavabecken zu ergattern.


Quelle: https://www.picotours.dedemadeiranewsnews-detailsbaden-in- den-naturschwimmbecken-in-porto-moniz.html




Unsere Alternative: Die versteckten Lavapools von Seixal

Jedoch wissen nur die wenigsten, dass sich lediglich 10 Autominuten von Porto Moniz entfernt, im schönen Küstenort Seixal, vergleichbare Lavapools (Piscinas Naturais do Seixal) befinden. Diese sind weitaus unbekannter und weniger besucht, jedoch mindestens genau so schön, wenn nicht sogar noch schöner!

Falls Ihr über São Vicente nach Seixal fahren solltet, lohnt sich ein Halt auf der Landstraße bei dem Aussichtspunkt Miradouro do Véu da Noiva. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf einen großen Wasserfall, der von einer steilen Klippe ins mehr stürzt.


Quelle: https://experitour.comdelistingsskywalk-porto-moniz-volcanic -pools-in-open-roof-4x4-jeep-tour




Der schwarze Sandstrand Praia Formosa in Lido

Der Strand Praia Formosa in der Hauptstadt Funchal ist nur 10 Autominuten vom Stadtzentrum entfernt und bietet drei kleine Sandstrände sowie einen großen Kieselstrand. Besonders im Sommer zieht der Strand viele Menschen zum Sonnenbaden, Schwimmen oder für sportlichen Aktivitäten an. Aufgrund der Nähe zu den zahlreichen Hotelanlagen der Hauptstadt sind hier vor allem internationale Urlauber zu finden.


Quelle: https://digitaltravelcouple.com/praia-formosa-funchal-madeira/




Unsere Alternative: der schwarze Sandstrand in Seixal

Seixal hat neben den malerischen Lavapools auch zwei wunderschöne schwarze Sandstrände zu bieten. Der Praia do Porto do Seixal ist mit seinem Wasserfall und dem Panoramablick auf die schroffe Nordküste ein absolutes (Foto-) Highlight und lädt zum Verweilen ein. Etwas versteckter befindet sich dann noch ein zweiter Strand namens Praia da Laje.

Somit ist Seixal mit seinen Lavapools und schwarze Sandständen allemal ein Ausflug wert und für uns ein absolutes MUSS! Egal ob Ihr ins kühle Nass springen, surfen, in den Lavapools entspannen oder einfach die Schönheit des Ortes genießen wollt…






Levada das 25 Fontes

Die „25 Quellen“-Wandertour oberhalb des Posto Florestal Rabaçal ist eine sehr beliebte Wandertour, da sie landschaftlich äußerst divers und dadurch äußerst reizvoll und sehr gut ausgebaut ist, sodass sie von Jedermann problemlos gelaufen werden kann. Deswegen ist die Levada der 25 Quellen sowie die des Risco-Wasserfalls eine der meist frequentierten Levadas auf Madeira. Der Name „25 Quellen“ rührt von der Anzahl der Quellen, die das ganze Jahr über als kleine Wasserfälle in die Lagune am Ende der Wanderung fließen. Die Wanderwege entlang der beiden Levadas verlaufen in geschützter Natur, natürlichen Tunnel aus Heide sowie atemberaubenden Blicke in die tiefen Täler des Ribeira da Janela-Tals.






Unsere Alternative: Levada do Alecrim & Lagoa do Vento

Eine vergleichbare Alternative bietet die Wanderung zum Lagoa do Vento, welche entlang der Levada do Alecrim führt. Die Vegetation entspricht der von der 25-Quellen-& Risco-Wanderung mit viel Baumheide, Lorbeerbäumen und beeindruckende Aussichten in tiefe Täler. Am Ende der Levada ist der ruhige Lagoa do Vento (Windsee) zu finden. Das Wasser des Sees speist den darunterliegenden Risco-Wasserfall.

Sie ist über den gleichen Zugang wie zur Levada das 25 Fontes (oder Risco) zu erreichen. Diese Alternative ist ein absoluter Geheimtipp, da sich nur selten Wanderer hierher „verirren“. Bei diesem Hike empfiehlt es sich, ein erfahrener Wanderer zu sein, da der Weg nicht kontinuierlich gepflegt wird und deswegen leider, trotz ihrer Schönheit, nicht zu den von der Forstverwaltung empfohlenen Wegen zählt.






Levada do Caldeirão Verde

Diese Tour ist ein absoluter Klassiker auf Madeira. Der Ausgangspunkt dieser Levada-Wandertour ist im Queimadas Forestry Park und führt an einigen atemberaubenden steilen Hängen vorbei, durch verschiedene Tunnel entlang und endet mit dem atemberaubenden Wasserfall Caldeirão Verde („Grüner Kessel“). Entlang dieser Levada schuf das Wasser imposante Schluchten. Während der Wanderung eröffnen sich immer mal wieder spektakuläre Blicke auf Santana und den Pico Ruivo. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit lässt überall Moos wuchern und verschiedene Pilze stecken ihre Köpfe aus dem weichen Boden, weswegen eine dschungelartige Vegetation vorherrscht. Große Farnen und alte mit Flechten behangene Bäume prägen das Bild.

Die meisten kehren am Caldeirão Verde um und treten den Rückweg an, obwohl sich der Weg noch knappe drei Kilometer bis zu einem weiteren Felskessel, dem Caldeirão do Inferno, fortsetzt – vielleicht, weil dieser zweite Abschnitt oft als abenteuerlich und schwieriger begehbar beschrieben wird. Weiter und weiter führt der Weg an Steilhängen, durch verschiedene Tunnel und an der Levada do Pico Ruivo entlang. Schließlich ist am Caldeirão do Inferno das endgültige Ende des Weges erreicht.

Die Tour wird in vielen Reiseführern als anspruchsvoll beschrieben: Das ist etwas übertrieben und bezieht sich höchstens auf die Länge der Tour und die steilen Abhänge an manchen Stellen, die aber durch Draht gesichert sind. Da dieser Weg relativ einfach zu laufen ist, sind hier zu Stoßzeiten viele Wanderer anzutreffen, was oft zu Behinderungen an den engen Levadaläufen führt und auf einem mehrstündigen Weg lästig werden kann.





Unsere Alternative: Fajã da Nogueira

Die Rundwanderung Fajã da Nogueira ist ein spektakulärer Weg, der am Elektrizitätswerk im Zentrum der Insel beginnt und endet (Achtung: Die letzten vier Kilometer zum Elektrizitätswerk führen über eine Schotterstraße, die nach starken Regenfällen nur schwer zu befahren ist!). Die Route führt hoch über einer Schlucht an einer Levada auf schmalen Pfaden durch Tunnel entlang und unter Wasserfällen hindurch. Vor der Kulisse der höchsten Gipfel der Insel bietet sich ein fesselnder Anblick. Mit einer länge von knapp 11 km und einer Höhendifferenz von 400 m ist diese Tour relativ entspannt binnen 2-3 Stunden zu laufen.

Man muss jedoch ein sicherer und erfahrener Wanderer sein, da die Levadas und Pfade hier nicht regelmäßig gepflegt werden. Außerdem besteht eine relativ hohe Gefahr von Erdrutschen in dieser Region, sodass die Umzäunungen der Pfade oft beschädigt sind oder gar fehlen. Somit ist höchste Vorsicht bei dieser Wanderung geboten!


Quelle: https://caminheirosanonimosmadeira.blogspot.com/2016/12/levada-da-faja-da-nogueira.html




Teleférico do Funchal - Seilbahn in Funchal

Die Seilbahn von Funchal bringt Euch entspannt von der Altstadt bis hoch zur Ortschaft Monte, wo Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise der tropische Garten (Jardim Tropical Monte Palace) und ein spektakulärer Ausblick auf die Küste Madeiras auf Euch warten. Optional könnt ihr eine weitere Seilbahn zum Botanischen Garten Funchals nehmen. Die steile, 15-minütiger Fahrt misst mehr als 3 km Länge und überwindet einen Höhenunterschied von 560 m. Die Fahrt bietet dir eine einzigartige Aussicht auf Funchal, die Steilhänge mit Häusern und Gärten und den Hafen, der fast täglich von großen Kreuzfahrtschiffen angelaufen wird.

Die Preise für die Seilbahn (haben es in sich): Die Hin- & Rückfahrt nach Monte kosten 16,50€ p. P. Die Hin- & Rückfahrt zum Botanischen Garten + Eintritt in den Botanischen Garten kosten 31,40€ p. P. (Ermäßigungen möglich)





Unsere Alternative: Seilbahn Achada da Cruz

Wer spektakuläre Seilbahnfahrten liebt und Abstand von dem normalen Tourismus nehmen will, für den ist die Seilbahn von Achadas da Cruz in der Region Porto Moniz eine wunderbare Alternative. Hier könnt ihr mit der Seilbahn hinab ins Calhau von Achadas da Cruz fahren und während der Fahrt einen spektakulären Ausblick auf den grenzenlos wirkenden Ozean und die Steilküsten der Insel genießen. Unten angekommen könnt Ihr den Rundweg über Vereda do Calhau und Vereda da Ladeira gehen und dabei die ruhige und wunderschöne Landschaft und Atmosphäre genießen. Die Fajã da Quebrada Nova haben eine direkte Verbindung zum Meer, weswegen sie seit vielen Jahren landschaftlich genutzt werden, was auch der Grund für den Seilbahnbau war. Hier werden verschiedene Sorten regionaler Bananen, Weintrauben, Mangos und vieler anderer lokalen Produkte angebaut. Durch die besonderen Klima- & Vegetationsverhältnisse sind die landwirtschaftlichen Erträge besonders hoch und geschmackvoll, da sie permanenter Sonne und Feuchtigkeit ausgesetzt sind und immer von einer salzigen Meeresbrise umhüllt werden.


Die Preise für Hin-& Rückfahrt belaufen sich hier auf 5€ (Ermäßigungen möglich).





Mercado dos Lavradores - Funchals Markthalle

Im Herzen der Hauptstadt findet Ihr die altehrwürdige Markthalle Funchals, die fast täglich (außer sonntags) geöffnet hat. Hier findet sich auf zwei Etagen fast alles, was die Insel an kulinarischen, floralen und kulturellen Besonderheiten zu bieten hat. Schon im Eingangsbereich kann man etliche regionale Blumen und Pflanzen bestaunen und erwerben. Dahinter folgen Bauernstände, die allerlei Obst und Gemüse, welches auf der Insel wächst, präsentieren. Im hinteren Teil der Markthalle befindet sich die Fischhalle, wo Fischer ihren Fang der letzten Nacht anbieten. Der Geruch ist natürlich gewöhnungsbedürftig, aber die Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten ist einen Besuch wert. Auf der Dachterrasse der Halle befindet sich außerdem noch ein nettes Café, das zu köstlichen Kaffeevariationen oder Drinks einlädt.

Besonders Freitags- und Sonntagmorgens bieten die Händler die meisten Waren an, weswegen sich der Markt zu diesen Tages- & Uhrzeiten besonders üppig und farbenfroh präsentiert.

Aber Achtung! Die Verkäufer/innen in der Markthalle können sehr aufdringlich und penetrant sein. Passt auf, dass Ihr nicht jedes Angebot, etwas zu probieren, annehmt, da Ihr oftmals direkt zum Kaufen animiert werdet. Auch die Preise haben es oft in sich und sind deutlich teurer, als bei lokalen Ständen an der Straße oder in Geschäften, die die gleiche Ware von selber Qualität anbieten.





Unsere Alternative: Einheimischer Wochenmarkt in Santo da Serra

Wer das Erlebnis eines typischen madeirensischen Marktes erfahren möchte, der mag eventuell von der Markthalle in Funchal enttäuscht sein, da dieser touristisch schon sehr ausgebaut und optimiert wurde.

DER lokale Wochenmarkt auf Madeira befindet sich im kleinen Ort Santo da Serra im Osten der Insel. Das tägliche Dorfleben wird hier jeden Sonntag auf den Kopf gestellt – dann ist Markttag und ganz Madeira macht sich auf den Weg, um in Santo da Serra die frischesten Obst- & Gemüsesorten, einheimische Pflanzen zu kaufen und das leckerste Bolo do Caco sowie selbstgemachten Poncha zu verzehren. Einheimische bieten an unzähligen Ständen auf den Straßen und dem Marktplatz selbst angebaute oder produzierte Produkte an.

Wer Madeira authentisch erleben will, der ist hier genau richtig! Die Produkte und ihre typischen niedrigen Preise lassen die Neugier nach regionalen Leckereien kontinuierlich steigen und garantiert ein unvergessliches Markterlebnis.






128 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen